Costa Rica ist seit mehr als 100 Jahren eine funktionierende und stabile Demokratie. 1948 wurde das Militär abgeschafft und die freige-wordenen Mittel wurden in Bildung investiert. Die große politische und soziale Stabilität des Landes, gepaart mit einem hohen Maß an Rechtssicherheit, stellen eine ideale Basis für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes dar, wobei ausländische Investoren eine große Rolle spielen. Waren es früher vor allem Agrarunternehmen sind es heute Unternehmen aus dem EDV-Bereich (Intel, Hewlett Packard) und Dienstleistungsanbieter (Call Center, Amazon), die Arbeitsplätze schaffen. Ausländische Privatinvestoren sind inländischen rechtlich völlig gleichgestellt und erfahren auch keinerlei Ressentiments.

Die wichtige Rolle deutscher und schweizer Einwanderer für die Entwicklung des Landes spiegelt sich in den Namen heute noch aktiver Unternehmerfamilien wie Federspiel, Bansbach, Schmid oder Steinvorth wieder. Die Deutsch-Costaricanische Handelskammer und die Humboldtschule in San José weisen ebenfalls auf die enge Verflechtung beider Länder hin.

So erreichte Costa Rica beim Social Progress Index 2017 hinter Chile den zweiten Platz in Lateinamerika und liegt weltweit auf 28. Stelle. Anhand von 12 Kategorien – von der medizinischen Versorgung über die Bildung und die ökologische Nachhaltigkeit bis hin zur Rechtssicherheit und der Toleranz gegenüber Minderheiten – messen Forscher der renommierten amerikanischen Universitäten Harvard und MIT die Lebensqualität in 128 Ländern. Deutschland erreichte übrigens Platz 13.

Auch in der Bekämpfung der Korruption kommt Costa Rica seiner Vorreiterrolle nach. Im Ranking 2017 von Transparency International liegt es weit vor allen anderen Staaten Mittelamerikas und mit 59 Punkten auch vor Ländern wie Italien, Spanien oder Tschechien.

Hervorzuheben sind außerdem die Anstrengungen, die das Land für den Umweltschutz unternommen hat. So bedecken Schutzgebiete und Reservate heute etwa 27% der Fläche des Landes. Außerdem ist Costa Rica auf gutem Wege bis 2021 das erste CO2-neutrale Land der Welt zu werden.

Oftmals wird Costa Rica aufgrund seiner vielen Berge und der nahezu gleichen Größe als die Schweiz Lateinamerikas bezeichnet. Aber auch die stabilen politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse sowie die fortschrittliche Umweltpolitik rechtfertigen diesen Ehrentitel.